Wirtschaftsmediation: Allparteilichkeit

Ich suche den Streit, der gelöst werden will – so auch im Gesellschafterstreit eines Fertigungsbetriebes.

Allparteilichkeit: Konsens statt Konflikt – so wird Wirtschaft zum Erfolg.

Allparteilichkeit in der Wirtschaftsmediation: Gesellschafterstreit [ Differenzen überwinden ] Aussergerichtliche Konfliktlösung / Konfliktmanagement in Wirtschaft und Gesellschaft
Aussergerichtliche Konfliktlösung in Wirtschaft und Gesellschaft

Und so trage ich als Wirtschafts-Mediator dazu in der aussergerichtlichen Konfliktlösung dazu bei: Allparteilichkeit in der Wirtschaftsmediation

Das ist für mich kein „Muss“ aus dem Mediationsgesetz, sondern der Schlüssel zum Durchbruch ⚖️

Allparteilichkeit klingt nach Lehrbuch. In meiner Praxis ist sie der Moment, in dem ein festgefahrener Gesellschafter- oder Führungskonflikt überhaupt wieder beweglich wird.

Denn ja: Allparteilichkeit ist rechtlich und methodisch ein Kernprinzip. Aber noch wichtiger: Sie sorgt dafür, dass ich nicht bei Positionen hängen bleibe („so machen wir das“, „das geht nicht“, „der ist schuld“) – sondern zu den Beweggründen komme, die unter der Oberfläche wirken:

Wovor schützt diese Haltung gerade?

Welches Risiko sieht jemand – finanziell, reputativ, organisatorisch?
Welche Verantwortung trägt jemand – und welche Last hängt daran?
Was steht für die Person real auf dem Spiel?

Erst wenn diese Tiefe auf dem Tisch liegt, entsteht echte Lösungsfähigkeit.
So sieht Allparteilichkeit konkret aus (und ja: sie ist aktiv). Ich achte auf:

  • Redeanteile,
  • Ranggefälle,
  • Dominanz,
  • Rückzug,
  • Nebensätze

… und auf das, was nicht gesagt wird.

Wenn eine Seite überrollt wird oder sich selbst klein macht, stoppe ich das.
Beispiel-Satz aus der Praxis: „Ich merke, wir hören gerade sehr stark eine Perspektive. Bevor wir weitergehen: Was ist Ihnen an diesem Punkt wichtig – und was wäre die Konsequenz, wenn es so bleibt?“

Was dadurch möglich wird?

• Vertrauen in den Prozess (auch bei hartem Konflikt)
• mehr Offenheit, weniger „Taktik“
• faire Beteiligung trotz Hierarchie und Status
• Lösungen, die nicht nur „beschlossen“, sondern getragen werden

Wichtig ist mir dabei:

Allparteilichkeit ist kein passives „Neutral-sein“. Sie ist sichtbar, konsequent und transparent – besonders dann, wenn Machtgefälle, Kommunikationsstärke oder Rollenbilder den Raum verzerren.

Warum ich sie so ernst nehme?

Weil nachhaltige Konfliktlösung erst entsteht, wenn alle Stimmen zählen – und wenn die Beweggründe die Tiefe bekommen, die sie brauchen. Dann wird aus Blockade wieder Entscheidung. Und aus Entscheidung wieder Zukunft.

👉 Wo erlebt ihr in Organisationen am häufigsten, dass Stimmen nicht gleich gehört werden – im Gesellschafterkreis, im Vorstand, in der Geschäftsführung oder im Führungsteam.

👉 Mehr Infos: https://hasford.de/mediation-in-berlin/

Zur Beantwortung Ihrer Fragen stehe ich Ihnen zur Verfügung. Ralf Hasford

Direkter Kontakt zu Ralf Hasford:
Tel: +49 30 2363 9390
Email: moderation@hasford.de


Ablauf einer Mediation – in der Praxis (strukturierter Prozess)

1) Erstkontakt / Vorgespräch

  • Ziel: Vertrauen aufbauen, Erwartungen klären, Prozess erklären.
  • Beide Parteien können einzeln oder gemeinsam kurz mit Dir als Mediator sprechen.
  • Organisatorisches wird geklärt: Dauer, Ort, Kosten, Zeitrahmen.
  • Wichtig: Freiwilligkeit, Vertraulichkeit, Neutralität und Eigenverantwortung werden vereinbart.

2) Eröffnung / Setting

  • Alle Beteiligten kommen zusammen, Du erläuterst noch einmal strukturiert den Rahmen:
    • Regeln für Gespräch und Umgang
    • Ablaufphasen
    • Rollenklärung Mediator vs. Partei
  • Output: Gemeinsames Verständnis des Prozesses.

3) Themensammlung & Sichtweisen

  • Jede Partei schildert ihre Perspektive ungekürzt.
  • Du als Mediator sorgst für:
    • Lautes Zuhören
    • Paraphrasieren/Reflektieren
    • Verständnis auf beiden Seiten
  • Ziel: Muster, zugrundeliegende Interessen und tieferliegende Motive sichtbar machen.

4) Klarheit über Interessen & Bedürfnisse

  • Du unterstützt beim Herausarbeiten der wirklichen Bedürfnisse — auch wenn sie unausgesprochen sind.
  • Das schafft eine Grundlage für Lösungsoptionen, die beide Seiten annehmen können.

5) Optionen entwickeln

  • Gemeinsam erarbeitet Ihr realistische Lösungsvorschläge.
  • Du stellst strukturierende Fragen, z. B.:
    • „Welche Bedingungen müssten erfüllt sein, damit Ihr beiden diesen Vorschlag akzeptiert?“
  • Fokus auf Win-Win-Ansätze, nicht nur Kompromisse.

6) Vereinbarungen & Umsetzungsplanung

  • Übereinstimmende Vorschläge werden in eine klare, schriftliche Vereinbarung überführt.
  • Diese enthält:
    • Maßnahmen
    • Verantwortlichkeiten
    • Zeitplan
    • Kontrolle / Follow-up
  • Optional: rechtliche oder notarielle Bestätigung der Vereinbarung.

7) Abschluss & Nachgespräch

  • Reflexion des Prozesses, Klärung letzter Fragen.
  • Eventuell ein Nachtreffen zur Prozessnachjustierung, um Nachhaltigkeit sicherzustellen.

Kritisch

Oft endet Mediation formal nach Vereinbarung, ohne Follow-up. Ein strukturiertes Nachhalten kann systemische Erfolge sichern – hier liegt ein Wettbewerbsvorteil.


Zusammengefasst – typische Phasen

  1. Vorgespräch & Setting
  2. Eröffnung und Verfahrensregeln
  3. Perspektiven & Interessen klären
  4. Lösungssuche
  5. Vereinbarung & Planung
  6. Abschluss & Nachfolge

💡 Wirtschaftlicher & monetärer Mehrwert

  • Entscheidungsfähigkeit wiederherstellen → Unternehmenshandlungsfähigkeit sichern.
  • Strukturierte Mediation spart Zeit, reduziert Eskalationskosten und bewahrt Beziehungen und Reputation.
  • Klare Vereinbarungen mit KPI-Elementen machen den Wert der Lösung mess- und kommunizierbar nach innen und außen.

Rückrufwunsch

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Rolle des Wirtschaftsmediators

Ein Wirtschaftsmediator strukturiert und moderiert den gesamten Mediationsprozess. Er unterstützt die Parteien darin, ihre Interessen klar zu identifizieren, effektiv zu kommunizieren und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Durch diese Begleitung entsteht Raum für offene Dialoge, gegenseitiges Verständnis und nachhaltige Vereinbarungen.

Wesentliche Vorteile der Mediation in der Wirtschaft

1. Kosteneffizienz der Mediation:
Im Vergleich zu langwierigen Gerichtsprozessen oder Schiedsverfahren bietet Wirtschaftsmediation eine deutlich kostengünstigere Lösung. Die Transparenz der Kostenstruktur trägt zusätzlich zur Planungssicherheit bei.

2. Schnelle Lösungen:
Mediation führt schneller zum Ziel, da auf formale gerichtliche Abläufe verzichtet werden kann und direkt an der Konfliktlösung gearbeitet wird.

3. Vertraulichkeit der Mediation:
Alle Gespräche und Inhalte einer Wirtschaftsmediation sind streng vertraulich. Dies vermeidet öffentliche Aufmerksamkeit, schützt Unternehmensinteressen und verhindert Unruhe innerhalb des Unternehmens.

4. Nachhaltige Vereinbarungen:
Durch die gemeinsame Lösungsfindung in der Wirtschaftsmediation erzielen Parteien Vereinbarungen, die langfristig tragfähig und von hoher Akzeptanz sind.

5. Erhalt wertvoller Geschäftsbeziehungen durch Mediation:
Im Gegensatz zu gerichtlichen Verfahren, bei denen häufig Gewinner und Verlierer entstehen, bewahrt die Wirtschaftsmediation Geschäftsbeziehungen und ermöglicht sogar deren Vertiefung durch das Überwinden von Konflikten.

Praxisrelevante Einsatzbereiche

Wirtschaftsmediation findet in unterschiedlichsten Kontexten Anwendung:

  • Interne Konflikte: 
    Spannungen in oder zwischen Teams, Führungskräften, Geschäftsleitung, Vorstand
  • Gesellschafterstreitigkeiten / Gesellschafterkonflikte: 
    Konflikte zwischen Inhabern oder Gesellschaftern auch in hoher Eskalation
  • Familienunternehmen: 
    Nachfolgekonflikte, Generationenwechsel und interne Differenzen, Digitaler Wandel
  • Vertragskonflikte: 
    Streitigkeiten mit Lieferanten, Kunden oder Geschäftspartnern sowie Projekten und Kooperationen
  • Restrukturierung und Change-Management: 
    Begleitung von Veränderungsprozessen zur Minimierung von Konflikten sowie eskalierte Konflikte

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