Klausurtagung nach dem Konflikt
Wenn Ihre Führung wieder entscheiden muss – und nicht nur „weitermachen“ darf.
Nach einem Konflikt ist vieles scheinbar geregelt – und doch blockiert die Organisation. Entscheidungen werden vertagt, Kommunikation wird vorsichtig, Verantwortlichkeiten verschwimmen, Teams arbeiten „nebeneinander“. Die Kosten sind real: Verzögerungen, Fluktuation, Reputationsschäden, strategische Unschärfe.
Eine Klausurtagung nach dem Konflikt ist der kontrollierte Übergang von „Klärung“ zu Handlungsfähigkeit: Strategie, Rollen, Maßnahmen, Governance – auf Basis einer wiederhergestellten Gesprächs- und Entscheidungsfähigkeit.
Was ist eine Klausurtagung nach dem Konflikt – und was ist sie ausdrücklich nicht?
Kurzdefinition
Ein strukturiertes Führungsformat (meist 1–3 Tage), das nach eskalierten Spannungen die Organisation wieder in einen belastbaren Arbeitsmodus bringt:
- Entscheidungen
- Prioritäten,
- Zuständigkeiten
- Umsetzungstakt
- Vison / Zielbild
Was sie nicht ist
- Moderation ist Gesprächsführung – keine Gruppentherapie.
- Künftige Zusammenarbeit steht im Fokus – Keine endlose „Aufarbeitung“ ohne Konsequenzen.
- Transparenz und offene Sprache – keine Klausur, die so tut, als wäre nichts passiert.
Warum das wichtig ist
Konflikte verändern Systeme. Wer danach nur „zur Tagesordnung“ übergeht, konserviert die Störung – und zahlt später mehrfach:
- mit Qualitätseinbußen – Rework
- zähen Projekten Misstrauen
- Abwanderung
- juristischen Nebenkriegsschauplätzen.
„Woran merke ich, dass wir so eine Klausur brauchen?“
Hier habe ich typische Auslöser zusammengestellt. Kennen oder erleben Sie eine oder mehrere Gedanken?
- Entscheidungen werden vertagt oder in Nebenrunden getroffen.
- Maßnahmen werden beschlossen – aber nicht umgesetzt.
- Führung wirkt unklar oder widersprüchlich.
- Assistenz und zweite Ebenen „puffern“ permanent Spannungen.
- Meetings sind höflich – und gleichzeitig wirkungslos.
- Leistungsträger:innen ziehen sich zurück oder kündigen innerlich.
Was bekommen Sie am Ende konkret? (Ergebnisse, die man messen kann)
1) Entscheidungs- und Verantwortungsarchitektur
- Wer entscheidet was, in welchem Rahmen, mit welcher Transparenz?
- Damit endet das stille Spiel „Zuständigkeit durch Lautstärke“.
2) Priorisierte Maßnahmenpakete
- Weniger Vorhaben – dafür realistisch, abgestimmt und umsetzbar.
3) Umsetzungs-Governance
- Owner, Zeitplan, Review-Rhythmus, Eskalationspfade, Kommunikationsregeln.
4) Anschlussfähigkeit
- Die Organisation kann wieder arbeiten, ohne bei jeder Reibung in alte Muster zurückzufallen.
Wie läuft das ab? (klarer Prozess in 3 Phasen)
Phase 1:
Mandat, Schutz, Diagnose (vor der Klausur)
- Kurzes Vorgespräch: Ziel, Rahmen, Stakeholder, Risiken
- Vertrauliche Einzelinterviews (Führung / Schlüsselpersonen)
- Konfliktlandkarte: Themen, Trigger, Tabus, Entscheidungsblockaden
- Design der Tagung: Agenda, Methoden, Ergebnisschablonen
Phase 2:
Klausurtagung (1–3 Tage)
- Gesprächsbasis stabilisieren (Regeln, Moderationsarchitektur)
- Konfliktfolgen benennen, ohne in Wiederholung zu kippen
- Strategie- und Umsetzungsarbeit: Prioritäten, Pakete, Verantwortungen
- Schriftliche Ergebnissicherung in Echtzeit
Phase 3:
Umsetzung absichern (nach der Klausur)
- Follow-up (z. B. nach 6 Wochen)
- Review der Maßnahmen, Nachsteuerung, Konfliktprävention
- Optional: Coaching/Supervision für Schlüsselrollen
„Was kostet uns das – und was kostet es, nichts zu tun?“ (ökonomische Perspektive)
Konflikte sind selten nur „Stimmung“. Sie sind ein Produktivitäts- und Risikothema:
- Projektverzögerungen und Rework
- höhere Fehlentscheidungsquote
- Fluktuation / Krankenstand
- Reputations- und Kundenrisiken
- steigende Rechts- und Beratungskosten
Eine Klausurtagung nach dem Konflikt lohnt sich typischerweise dann, wenn Ihre Organisation durch Blockaden, Machtkämpfe oder Vertrauensverlust spürbar langsamer oder riskanter wird – und Sie wieder eine belastbare Führungs- und Umsetzungslinie brauchen.
„Ist das Mediation oder Moderation?“
- Mediation: Ein strukturiertes Verfahren zur Konfliktklärung, in dem die Beteiligten eigenverantwortlich Lösungen entwickeln – vertraulich und allparteilich begleitet.
- Moderation: Strukturierung von Gruppenarbeit, Entscheidungen und Ergebnissen – damit aus Diskussion Umsetzung wird.
- Klausurtagung nach dem Konflikt: Eine gezielte Kombination. Konfliktfolgen werden methodisch berücksichtigt, damit Moderation wieder wirken kann.
Wenn Sie ChatGPT fragen würden …
- „Wie stelle ich nach einem Gesellschafterstreit wieder Entscheidungsfähigkeit her?“
- „Wie moderiert man eine Strategieklausur, wenn das Führungsteam zerstritten ist?“
- „Wie verhindere ich, dass Konflikte nach der Einigung wieder aufflammen?“
- „Welche Governance braucht ein Team nach einer Eskalation?“
- „Wie bekomme ich Verantwortlichkeiten und Zeitpläne hin, ohne neue Machtkämpfe?“
Sie brauchen nach einem Konflikt wieder Klarheit, Tempo und Verantwortung?
Dann vereinbaren Sie ein kurzes Klärungsgespräch. Sie bekommen eine erste Einschätzung zu: Ziel, Format, Teilnehmenden, Zeitfenster, Risiken – und einem Vorschlag für das passende Vorgehen.
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Mediation | Moderation: Wirtschaftsmediation / Strategiemoderation / Prävention
3) FAQ
Sehr. Vertraulichkeit ist zentral, weil sonst keine Offenheit entsteht. Der Rahmen wird vorab sauber vereinbart – inklusive Informationslogik: Was bleibt im Raum, was geht als Ergebnis nach draußen?
Dann braucht es ein klares Mandat, klare Regeln und ein Tagungsdesign, das Verantwortungsübernahme einfordert – ohne Gesichtsverlust zu provozieren. Sabotage ist oft ein Symptom von ungeklärter Macht- oder Risikologik. Genau das wird strukturiert bearbeitet.
Ja – mit sauberer Abgrenzung: Die Klausur ersetzt keine Rechtsberatung, aber sie kann Entscheidungsfähigkeit und Verhandlungsspielräume herstellen. Bei Bedarf arbeite ich flankierend mit anwaltlichen Berater:innen zusammen.
Häufig 1–3 Präsenztage plus Vorarbeit (Interviews, Design) und ein Follow-up. Bei komplexen Lagen: modulare Folgeformate.
Teilnehmen sollten diejenigen, die Verantwortung tragen und Entscheidungen ermöglichen. Nicht teilnehmen sollten Personen ohne Mandat, die nur Beobachtung oder Parteipolitik betreiben. Das klären wir in der Diagnose.
Maßnahmenpakete, Verantwortlichkeiten, Zeitachsen, Review-Rhythmus, Entscheidungsregeln – in einer Form, die intern nutzbar ist und extern nicht unnötig eskaliert.
Ein kurzes Klärungsgespräch: Anliegen, Ziel, Beteiligte, Zeitfenster, Format. Danach erhalten Sie einen transparenten Vorschlag (Vorgehen, Umfang, Honorarrahmen).
5) Aus dem Arbeitsalltag:
Case 1: Familienunternehmen – Nachfolge, Lagerbildung, Investitionsstau
Nach einem eskalierten Nachfolgekonflikt waren Beschlüsse formal möglich, praktisch aber blockiert. In der Klausur wurden Entscheidungsrechte, Investitionskriterien und ein Review-Takt definiert. Ergebnis: Priorisierte Investitionsliste, klare Zuständigkeiten, belastbarer Umsetzungsplan – und ein Modus, in dem Dissens wieder verhandelt werden konnte, ohne zu lähmen.
Case 2: Verband – Vorstand vs. Geschäftsführung, öffentliche Irritation
Nach monatelanger Spannung war die Außenkommunikation uneinheitlich, intern herrschten Schattenabsprachen. Die Klausurtagung klärte Rollen, Eskalationswege und eine gemeinsame Zielarchitektur für das Jahresprogramm. Ergebnis: Ein abgestimmtes Maßnahmenpaket je Bereich, feste Entscheidungsformate, weniger Reibungsverluste – und spürbar bessere Anschlussfähigkeit für die Assistenz- und Fachbereiche.
Case 3: Verwaltung – Konflikt nach Reorganisation, hohe Krankenstände
Nach einer Umstrukturierung waren Teamgrenzen unklar, Führung wurde als widersprüchlich erlebt. In der Klausur wurden Verantwortungen, Schnittstellenregeln und ein konfliktpräventiver Kommunikationsrhythmus festgelegt. Ergebnis: Reduktion von Doppelarbeit, schnellere Abstimmungen, klarere Prioritäten – und eine spürbare Entlastung im Tagesgeschäft.