KI Summit | KI-Einsatz – Ralf Hasford ist Wirtschaftsmediator, Organisationsmediator und Moderator aus Berlin. In seinem Beitrag „Das darf ich doch! Oder?“ beschreibt er, warum der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen durch den EU AI Act zur Führungs- und Organisationsaufgabe wird. Im Mittelpunkt stehen KI-Kompetenz, Transparenzpflichten, Datenschutz, Verantwortlichkeiten, menschliche Prüfung, Freigabeprozesse und Haftungsfragen.
Der Artikel zeigt, dass KI im Unternehmensalltag schnell Konfliktpotenzial erzeugt, weil IT, Datenschutz, HR, Fachbereiche und Geschäftsführung unterschiedliche Interessen und Risikoeinschätzungen einbringen. Ralf Hasford empfiehlt deshalb einen vereinbarten Kommunikations- und Entscheidungsrahmen für den KI-Einsatz: Zuständigkeiten, Prüfschritte, Eskalationswege, Freigaben und Verantwortung sollten früh geklärt werden.
Als Moderator und Wirtschaftsmediator bietet Ralf Hasford Transformations-Workshops und KI-Klausuren an, um Unternehmen bei der Einführung von KI, der Gestaltung von Zusammenarbeit, der Entwicklung interner Leitlinien und der präventiven Konfliktvermeidung zu unterstützen. Ziel ist ein verantwortlicher KI-Einsatz, der Produktivität, Rechtssicherheit, Zusammenarbeit und Führung miteinander verbindet.
Berlin, 24.08.2026 | Über den Einsatz von KI und den Folgen
KI-Einsatz im Unternehmenseinsatz
Der nächste Konflikt beginnt vielleicht mit einem sehr vernünftigen Satz! Ja hier gehts mal wieder um KI im Unternehmenseinsatz. Mit dem EU AI Act wird aus dem Einsatz künstlicher Intelligenz zunehmend zu einer Organisations- und Führungsaufgabe.
Im Artikel 4 verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, Maßnahmen für ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz der Personen zu treffen, die mit diesen Systemen arbeiten.
Seit dem 2.8.2026 greifen außerdem weitere Vorgaben der europäischen KI-Verordnung, darunter Transparenzpflichten für bestimmte KI-Systeme und Inhalte.
KI-Einsatz – Im Rahmen des Gesetzes
Doch Gesetze setzen nur einen Rahmen – im Arbeitsalltag müssen Sie daraus konkrete Vereinbarungen ableiten! Und schon stellen sich sehr viele vernünftige Fragen – und die würden Ihnen genauso einfallen, wenn es keine Bestimmung gäbe.
- Welches System nutzt das Unternehmen – gibt es Beschränkungen?
- Welche Daten dürfen eingegeben werden und welche nicht?
- Wann bedarf es einer menschliche Prüfung?
- Wird der Einsatz von KI kenntlich gemacht oder gehts so durch?
- Wer darf Einsatz / Anwendung / Ergebnisse freigeben?
- Welche Risiken gibt es und wer haftet?
Die Frage nach der Verantwortung ist eine besondere, denn was passiert, wenn eine KI-Empfehlung falsch ist? Spätestens an diesen Fragen treffen unterschiedliche Interessen aufeinander.
Unterschiedliche Interessen in der Arbeit mit KI
KI-Einsatz gestalten: Während die IT an Sicherheit denkt, der Datenschutz an Zulässigkeit, die Fachbereiche die Geschwindigkeit fokussieren und die HR die Kompetenzen und Arbeitsorganisation betrachtet, wird die Geschäftsführung nicht nur Produktivität und Verantwortung sehen, sondern auch über Konsequenzen und Risiken nachdenken. Das ist nicht nur ein unmöglich langer Satz, sondern auch eine Vielzahl an Perspektiven, die unter einen Hut gebracht werden wollen! Alle können sachlich begründet sein? Ja, sicherlich!
Sehr schnell entsteht dann Konfliktpotenzial, spätestens wenn daraus unterschiedliche Regeln für denselben Arbeitsprozess werden!
Deshalb gehört zur Einführung von KI im Unternehmensalltag aus meiner Sicht ein vereinbarter Kommunikations- und Entscheidungsrahmen. In den letzten Monate fanden sicher Versuche statt. Sie machten erste gute Erfahrungen, vielleicht wechselten Sie durch die Modelle. Sicher haben Sie auch eine Beratung durch eine der Agenturen genutzt …
Wann gehts bei Ihnen los?
Der KI-Einsatz hat schon begonnen? Dann ist es an der Zeit: Starten Sie lieber heute mit Regelungen für Zuständigkeiten, Prüfschritte, Eskalationswege und Verantwortung. Sie werden diese nachvollziehbar beschreiben, allen Stakeholder (intern und extern) bekannt gegeben und sollen im Arbeitsalltag verstanden werden können.
Denn präventive Kommunikation beginnt weit vor dem Streit. Sie sollten Unsicherheit ansprechen, Vermutungen äußern, unterschiedliche Risikoeinschätzungen verhandeln und gemeinsame Regeln entwickeln können.
Transformations-Workshop oder KI-Klausur?
Als Wirtschaftsmediator und Moderator lege ich meinen Fokus auf die Zusammenarbeit in Unternehmen. Wie wäre es mit einem Transformations-Workshop bei dem Sie den Übergang zu neuen Technologien, Verantwortung und Zusammenarbeit entwickeln und gestalten?
Vielleicht bedarf es aber auch einer tieferen Planung? Dann ist die KI-Klausur der passende Ort um Sinn, Zweck und Ziel des KI Einsatzes und der Ausrichtung und Verbindung mit dem Geschäftsmodell zu diskutieren und die Richtlinien dafür zu erarbeiten. Dort könnten externe Impulse mit einfließen, wie Ihre Analyse der Gespräche mit Kunden, Branchenbegleitern und Beratern. Gerne bringe ich meine Erfahrungen und Best Practices ebenso mit ein!
Jetzt kennenlernen und erste Absprachen treffen
Sie wollen Ideen zum KI-Einsatz besprechen und schauen ob das für Ihr Unternehmen passt? Dann sollten wir ins Gespräch kommen!
Für ein Gespräch buchen Sie sich bitte hier ein Erstgespräch https://cal.meetergo.com/ralfhasford/erstgesprach-zu-0-euro (Kosten = 0 Euro)
Mein Fazit: Ein KI-Konflikt lässt sich häufig vermeiden, wenn vor dem ersten Fehler bereits vereinbart wurde, wer entscheiden darf, wer prüfen muss und wer Verantwortung trägt.
Ich wünsche Ihnen einen guten Wochenstart!
Ralf Hasford.
Quellen:
Europäische Kommission, Informationen zur KI-Kompetenz nach Art. 4 EU AI Act sowie zur schrittweisen Anwendung der KI-Verordnung.
Europäische Kommission und Bundesnetzagentur, Informationen zu den seit 2. August 2026 geltenden Transparenz- und Umsetzungsanforderungen des EU AI Act.
Rückrufwunsch
Erfolgreiche und konfliktarme Zusammenarbeit organisieren

Ralf Hasford ist Wirtschafts-Mediator, Moderator und Buchautor
Er begleitet Unternehmen, Verwaltungen, Verbände und Organisationen bei Gesellschafterkonflikten, Teamkonflikten, Teamentwicklung, Strategieprozessen und Beteiligungsvorhaben.
Sein Fokus liegt auf der Frage, wie selbst unter anspruchsvollen Bedingungen Zusammenarbeit handlungsfähig, klar und zukunftsorientiert gestaltet wird.
„Ihre Zusammenarbeit soll belastbar sein,
statt Sie zu belasten!“
Experte für Zusammenarbeit
Kommunikation und Konfliktlösung
Konflikte vorbeugen
Kommunikations-Training, Beteiligungsformate