Werben oder Kundenbedürfnisse befriedigen?

Werbung vs. Kundenbedürfnisse

Relevante Themen erkennen und Kunden verstehen

Kundenbedürfnisse sind heute ein immer aktueller werdendes Thema. Es gab eine Zeit in der Werbung alles war. Doch was einst die dreizig Sekunden vor der Tagesschau waren, ist heute die Seite Eins bei der Suchabfrage auf google.de. Alle Kraft dem „Senden“, Reaktionen konnten nur am Einkaufsverhalten gemessen werden.

Glauben Sie mir, wenn ich behaupte: „Das ist heute anders“? Wie haben Sie sich darauf eingestellt das heute mehr Kanäle vorhanden sind? Welche Kanäle nutzen Sie um die Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse Ihrer Kunden zu erfassen und in Ihr Geschäft zu übernehmen? Wo sind eigentlich Ihre Kunden und die Interessenten unterwegs?

„Wir kennen unsere Kunden und wissen genau was sie wollen.“
Das spricht von Selbstvertrauen pur.
Ein Blick auf die Kommunikation offenbart dann häufig etwas anderes:

  • Die Werbebroschur gibts als Download?
  • Die Webseite transportiert nur die eigenen Werbeaussagen?
  • Das Feld für Anfragen ist versteckt unter Kontakt?
  • Die Telefonnummer ist nicht zu finden?

… und was sind eigentlich sozialen Netzwerke? Selbst bei nur einem „Ja so ist es“ als mögliche Antwort, offenbart sich Arbeitsbedarf.

Bauchgefühl oder Rückmeldung?

Fragen Sie gezielt nach Kundenbedürfnisse, Kundenwünsche und Kundenfeedback? Wie entstehen Ihre heutigen Produkte und wie entwickeln Sie diese weiter? Wird Ihre Innovation oder auch nur der Content Ihrer Kommunikation rein auf Grundlage von „anderer Leute“ Statistiken, dem eigenem Bauchgefühl oder einer episodischen Erfahrungen erstellt? Dann kann es passieren, dass die Entwicklung wie auch die Kommunikation komplett an den relevanten Menschen und ihren Bedürfnissen vorbei gehen. Was Sie brauchen sind offene Fragen und ehrliche Antwort. Doch diese alleine reichen noch nicht.

Systematisches Zuhören und Auswerten von Meinungen und Informationen

Kunden sprechen über Ihre Wünsche und Bedürfnisse. Das merken Sie am Besten, wenn Sie Fragen so stellen, dass mehr als ein Ja – Nein zu Auswahl steht. Oder schrecken Sie Fragen generell ab? Wenn ja, wie können Sie diese besser stellen, so dass Ihre Kunden Lust auf das Beantworten bekommen?

Anbei eine kurze Kundenbedürfnis-Fragen-Checkliste, die Ihrem Unternehmen das Zuhören erleichtern soll:

  1. Was ist für Sie wichtig?
    Wie heißen Ihre Kernthemen?
  2. Wo wird über Ihre Themen gesprochen?
    Wie finden Sie heraus wo Ihre Kunden sich darüber austauschen?
  3. Wie informieren Sie Ihre Kunden zum Thema?
    Wo diskutieren Sie dazu und wenn ja, mit wem?
  4. Spielen Netzwerken dabei ein aktive Rolle?
  5. Können Sie die Erfahrung Ihrer Mitarbeiter dabei nutzen?
    Wie binden Sie diese ein?
  6. Können Sie eine kontinuierliche Recherche zu den Hauptthemen gestalten?
  7. Sammeln Sie die gewonnenen Daten?
    Was müssen Sie dabei berücksichtigen (Datenschutz + technische Anforderungen)?
  8. Wie können die Daten ausgewertet werden?
    Wie viel Zeit benötigen Sie, um Schlüsse daraus zu ziehen?
  9. Haben die Erkenntnisse Anteil an Ihrer Strategie?
    Wie können Sie sicherstellen, dass sie dort auch einfließen?
  10. Transportieren Sie Veränderungen aktiv zu Ihren Interessenten und Kunden?
    Bekommen die erkannten Kundenbedürfnisse und diejenigen, die sie lieferten ein entsprechendes Feedback und einen Dank?

Das Internet der Dinge berichtet

Sicher wird der Einsatz von IoT (Internet of Things) Geräten viel über Einsatz und Nutzung preis geben. Doch auch hier werden Sie nur erfolgreich werden, wenn Sie gezielt Daten erheben und auswerten. Wie setzen Sie sich heute mit den Gewohnheiten Ihrer Kunden auseinander? Sehen Sie heute schon Veränderungen im verhalten und Einsatz Ihrer Leistungen und Produkte? Wie können Sie Ihre Kunden durch gezielte Innovationen von lästigen Routinen oder Redundanten befreien?

  • Aktives Monitoring / Beobachten und Hinterfragen Ihrer Kernthemen
  • Kontinuierliche Recherche der Änderungen in Branche und Kultur
  • Meinungsmacher und Einfluss andere Bereiche erkennen
  • Bestehende Erfahrungen nutzen und hinterfragen

Antworten sowie Kundenbedürfnisse sind manchmal unangenehm

In der Praxis werden Sie früher oder später feststellen: Zuhören und Bohren ist nicht immer angenehm! Manchmal äußern Kunden sich zu negativen Erfahrungen, Fehlern und Problemen. Wie wertvoll ist es für Sie, wenn Sie diese Quellen erkennen und aktiv auf die Personen zugehen können? Nutzen Sie es um aktiv Veränderungen zu bewirken? Ob Beschwerden berechtigt sind, prüfen Sie im Einzelfall. Gerade negative Äußerungen und Erfahrungsberichte wiegen oft schwer und werden in vielen Fällen schneller wahrgenommen als positive. Also ran an den „Speck“, hier schlummert Ihr zukünftiger Erfolg!

Sollten Sie noch nicht wissen, wie Sie das in Ihrem Unternehmen umsetzen, so rufen Sie mich an. Gemeinsam suche ich mit Ihnen nach den Themen und Kanälen. Anschließend entwickeln Sie mit mir Ihre unverwechselbare und eigenständige Strategie.

Ralf Hasford
Berlin im Dezember 2016

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