Coaching: Konfliktgespräche und Trennungsgespräche (Kündigung)

Problemlösung, Konfliktmoderation, Kündigung

Kündigung bereiten keine Freude – Konfliktgespräche und Trennungsgespräche

  • Coaching richtet sich an: HR, Führungskräfte, Inhaber
  • Workshop: 8 Stunden inkl. Übungsmodul
  • Vor Ort beim Kunden bzw. Berlin, Savoy Hotel

Konfliktmoderation: Ralf Hasford | Business Kommunikation | Arbeitsbasis für den Erfolg

Idealtypischer Verlauf einer Kündigung

Die wichtigsten Eckdaten

Eine Kündigung aussprechen: Die Situation ist für den zu kündigen Mitarbeiter*in mindestens so unangenehm wie für Sie als Führungskraft, der eine Kündigung aussprechen muss. Hier habe ich die Punkte zusammengestellt, die bei einer Kündigung beiden Seiten einen fairen Umgang ermöglichen.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Ideal ist grundsätzlich der Monats- jedoch der oder Wochenbeginn. So schaffen Sie Fakten zu Beginn einer abrechenbaren Zeitperiode. Auf den einzelnen Tag bezogen, gibt es ebenfalls sinnvolle Zeiträume, um das Kündigungsgespräch zu führen:

  • Wird ein Mitarbeiter*in die Arbeit weiterhin wahrnehmen (ggf. um sein Projekt abzuschließen) – dann ist der geeignete Zeitpunkt im letzten Drittel des Arbeitstages anzusetzen.
  • Wird ein Mitarbeiter*in nach dem Kündigungsgespräch freigestellt, legen Sie das Gespräch am besten gleich früh zum Arbeitsbeginn, noch vor der Arbeitsbesprechung
  • Doch informieren Sie die verbleibenden Mitarbeiter*innen unmittelbar nach der Kündigung selbst.

Wer übernimmt die Kündigung?

Das Kündigungsgespräch führt immer der oder die direkte Vorgesetzte. Zugleich sollte immer ein Dritter mit dabei sein, entweder ein Vertreter*in des Betriebsrats oder ein Vertreter*in der Personalabteilung bzw. ein vertraute Kollegen aus Ihrer Ebene. Der Anwesende wird vorgestellt.

Wie verläuft das Kündigungsgespräch?

Schritt 1:  Sorgen Sie für eine störungsfreie Situation

Wählen Sie in Ihrem Büro einen verbindlichen Ort – den Schreibtisch bzw. den Besprechungstisch. Auf keinen Fall das Sofa oder eine gemütliche Sitzgruppe. Bitten Sie den Mitarbeiter direkt zum Schreibtisch, damit er sich auf die Situation einstellen kann.

Schritt 2: Sprechen Sie Klartext, keine Ausschweifungen, keine Beschönigungen

Schritt 3: Erläutern Sie die Entscheidung genau

Machen Sie dem zu kündigenden Mitarbeiter unmissverständlich klar, warum Sie keine andere Möglichkeit sehen, als die Kündigung auszusprechen.

Schritt 4: Lassen Sie sich nicht auf eine Diskussion ein

In dem Moment, in dem Sie auf Diskussionen einlassen (aber gibt es nicht doch noch einen anderen Weg?) geraten Sie auf die Seite dessen, der sich und seine Entscheidung verteidigt, also in eine schwächere Position. Stehen Sie zu dem Gesagten und schwächen Sie es nicht ab. Es geht um Ihre Glaubwürdigkeit.

Schritt 5: Halten Sie die Reaktion des Gekündigten aus

Lassen Sie sich nicht provozieren, seien Sie souverän aber nicht hartherzig. Bei ganz schlimmen Reaktionen drohen Sie an, das Gespräch sofort abzubrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen. Ihre Souveränität drückt sich in kleinen Gesten aus (die  bereitliegende Packung Taschentücher) bis hin zum Ertragen von harten persönlichen Angriffen oder Drohungen.

Schritt 6: Zeigen Sie die nächsten Schritte und die nächsten Tage auf

Verbleibt zwischen Aussprechen der Kündigung und Verlassen des Unternehmens noch eine gewisse Zeitspanne? Dann geben Sie vor, wie Sie sich diese Zeit vorstellen. Gibt es z.B. noch Resturlaub? Was passiert bei Krankschreibung? Welche Informationen erhält das Umfeld von Ihnen? Wie sollte sich der Gekündigte bei bezahlter Freistellung verhalten? Fragen Sie Ihre nun gekündigte Mitarbeiterin nach ihren Wünschen bei der Formulierung des Arbeitszeugnisses. Eine weitere Option ist Ihr Einverständnis, für künftige Bewerbungsgespräche des Mitarbeiters als Referenzperson einzutreten.

Fazit nach Bewältigung aller Herausforderungen

Klopfen Sie sich ruhig auf die Schulter, wenn Sie ein Kündigungsgespräch gut über die Runden gebracht haben. Es ist für eine Führungskraft eines der schwierigsten Gespräche, die Ihnen abverlangt werden. Wenn Sie sich an die sechs Schritte halten, wird es zwar immer noch ein unangenehmes Gespräch – aber Sie beachten die Regeln der Fairness. Gerade dieses Gespräch sollte, wenn irgend möglich, ohne Groll und Probleme (auch im Anschluss) ablaufen. Doch sicher kann man sich nie sein, manchmal wird aus einem Trennungsgespräch auch Trennungsterror.

Wenn es emotional hoch hergeht:

Hohe Emotion

Herr Frau Nachname, ich verstehe das es für Sie eine unangenehme und auch sehr emotionale Situation ist. Gleichwohl möchte ich unser Gespräch wieder auf eine sachliche Ebene bringen. Es gibt beispielsweise noch einen Punkt zu besprechen, der durchaus wichtig ist, nämlich wie wir in den nächsten Wochen mit der Situation umgehen.“

Brenzlige Lage

… Falls Sie heftig angegriffen werden und sich Ihr Mitarbeiter im Ton vergreift, fordern Sie ihn ruhig auf, solche Angriffe zu unterlassen.

Im schlimmsten Fall

„Herr Frau Nachname, ich bin durchaus bereit, bis zu einem gewissen Grad, in solchen Situationen als emotionaler Puffer zu dienen. Auch das gehört zu meinen Aufgaben als Führungskraft. Gleichwohl meine ich, dass ich diese Aufgabe nun in unserem Gespräch schon lange genug übernommen habe. … Sollten Sie es nicht schaffen zur Sachlichkeit zurück zu kommen, so werde ich das Gespräch hier unterbrechen und Sie vereinbaren einen Gesprächs-Termin. das ändert allerdings nichts an der ausgesprochenen Aufhebung Ihres Arbeitsverhältnisses mit unserem Unternehmen“

Das können natürlich nur Vorschläge sein, die Ihren Handlungsspielraum darstellen und Ihnen Übungsbeispiele liefern. Finden Sie Ihre eigenen Worte.

Abschluss des Kündigungsgespräch

Sie dürfen gerne ihre eigenen Gedanken und Wünsche formulieren und an dieser Stelle positives vorbringen, z.B. den Wunsch, dass derjenige mit der nächsten Stelle mehr Erfüllung finden wird. Auch sollte an dieser Stelle die Frage platziert werden: „Gibt es noch etwas was sie uns mitteilen wollen? Ansonsten würde sie jetzt der Wachschutz (bzw. ein gesondert eingewiesener Mitarbeiter) zu ihrem Arbeitsplatz begleiten, damit sie ihre noch hier liegenden Dinge mitnehmen können. Haben Sie ihren Betriebsausweis / Batch und Laptop dabei? Dann händigen Sie diese mir bitte gegen Unterschrift auf dem Protokoll aus.“

 

Ralf Hasford

Die Kunst der Moderation | Goßlerstraße 22 | 12161 Berlin
sfo@hasford.de | www.hasford.de | 0151 11509766 | 030 2363 9390

  • Führungskräfte Coaching
  • Moderation von Meetings und Workshop
  • Begleitung interner und externer Business Kommunikation
  • Innovations- und Entwicklungsprozesse

Konfliktlösung für Führungskräfte & Unternehmer: Konflikte erkennen, bewerten, lösen

Konfliktmoderation: Ralf Hasford | Business Kommunikation | Arbeitsbasis für den Erfolg

Coaching: Konfliktmanagement & Konfliktlösung in der alltäglichen Arbeit von Führungskräften

  • Konflikte erkennen und bewerten
  • Konfliktmanagement … Möglichkeiten für Führungskräfte
  • Kosten senken durch Konfliktlösung durch Moderation
Moderation, Workshop, Seminar : Konfliktmanagement und Konfliktlösung
Konflikte mit drei bis fünf Beteiligten kosten über 30.000 Euro/Monat

Coaching zur Konfliktlösung: Wo Menschen arbeiten kommt es zu Konflikten. Ein grundsätzliche Vermeiden von Konflikten ist nicht möglich. Doch das Verhindern von Eskalationen in konfliktträchtigen Situationen.

Konfliktlösung: Deeskalation konfliktträchtiger Situationen und Abbau von offenen Konflikten

Konflikte kosten Geld. Sehr viel Geld. Die Konfliktkostenstudie der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft haben bereits 2009 die Kosten ermittelt und aufgeschlüsselt. Dabei zeigt sich, dass bereits kleinere Konflikte mit drei bis fünf Beteiligten oft über 30.000 Euro kosten. (Weitergeleitet: Konfliktkosten)

Konfliktkreis

Je wertvoller die Arbeitszeit der/des Mitarbeiters*in in einem Unternehmen ist, umso höher werden die Konfliktkosten. Je mehr Verbindungen eine Mitarbeiter*in hat, je wichtiger wird die Konfliktlösung. Denn die Spätfolgen können für die Organisation / Unternehmen dramatisch werden:

  • Personen … Verweigerung, Krankheit, Kündigung
  • Sales … Auftragsverlust, Projektverzögerung, Verlust Lieferanten / Kunden
  • Unternehmen … Arbeitsrechtsstreit, Vertragsstreit, Markenwertverluste

Konfliktlösung vs. Konflikte aussitzen

Durch einen konstruktiven und schnellen Umgang mit Konflikten entstehen Chancen im Unternehmen.

  • Verbessern des Arbeitsklima
  • Offenheit und Transparents
  • Steigerung Leistung und Innovation
  • positive Resonanz im social Web

Ungelöste Konflikte blockieren Mitarbeiter und Entwicklungen.

  • Ungelöste Konflikte oder unangemessen bearbeitet, blockieren Veränderungen
  • hohe Belastungen für Führungsarbeit
  • Reduzierte Arbeitszufriedenheit, schlechte soziale Resonanz

Workshop Inhalte „Konfliktmanagement & Konfliktlösung“:

  • Analyse von Konflikten (Arten und Ursachen von Konflikten)
  • Phasen des Konflikts
  • Verhalten im Konfliktfall (Aus Sicht der/s Personalverantwortliche*n)
  • Schritte zur Konfliktlösung
  • Arbeitsbasis: Lösungsorientierte Kommunikation

Nutzen für Unternehmen und Teilnehmer*innen des Workshops:

  • Anzeichen für Konflikte erkennen
  • Wirkungen des eigenen Konfliktverhalten erlernen
  • Konfliktsituationen erkennen / einschätzen
  • Konfliktvermeidung / Konfliktprävention
  • Kennenlernen von Massnahmen zu Auflösung
  • Einblick in „Konfliktbewältigung durch Moderation“
  • Arbeit: eigenen Konfliktsituationen und Lösungsvorschläge erarbeiten
  • Erfahrungsaustausch

Als Führungskraft in Konflikte eingreifen?

finden Führungskräfte  Zeit und Lust für die Konfliktlösung?

„Soll ich als Führungskraft in den Konflikt eingreifen?“, fragen sich Führungskräfte, wenn zwischen zwei Mitarbeitern dicke Luft herrscht. Haben Sie die notwendige Zeit? Müssen Sie andere Dinge dringender erledigen? Und sind Sie eventuell unsicher: „Wie soll ich dabei vorgehen?“

Tipps für eine mögliche Konfliktmoderation

Den Konflikt kennzeichnen drei Elemente:

  • Nichtbeachtung gegenseitiger Interessen
  • Wechselseitige Abhängigkeit der Beteiligten
  • Verletzungen in der Beziehungsebene

Führungskräfte finden hier die Ansatzpunkte zur Früherkennung von Konflikten. Analysieren Sie:

  • Bei welchen Arbeitsaufgaben können gegenseitige Interessen kollidieren?
  • Wer ist von wem wie abhängig?
  • Gibt es Signale für eine mangelnde Wertschätzung?

Führungskräfte müssen nicht bei jedem Konflikt intervenieren

Nicht bei jedem Konflikt müssen Sie eingreifen. Als Führungskraft sorgen Sie dafür, dass die Leistung ihrer Mitarbeiter in Hinsicht Ihrer Arbeitsziele stimmen. Sie müssen also in alle Konflikten intervenieren, die die Leistung schmälern.

Eine Möglichkeit einen Konflikte zu lindern: die Abhängigkeit zwischen den Beteiligten auflösen. Sie könnten deren Arbeitsgebiete stärker von einander abgrenzen und so die Konfliktmöglichkeiten entflechten. Oft ist das jedoch nur beschränkt oder nur befristet möglich. Dann kommen die Konflikte in kurzer Zeit verstärkt zurück.

Der einzige Weg heißt dann: Auflösen der Blockaden, „Kontrahenten“ ins Gespräch bringen und die Dinge klären, die die Personen am Erreichen der unternehmerischen Ziele hindern. Dazu dient eine Konfliktmoderation oder in schwerwiegenden Fällen eine Mediation.

Nicht immer ist die Führungskraft die beste Person um in einem Konflikt zu moderieren. Meist sind Sie involviert oder sogar emotional beteiligt. Dann heißt es, eine neutrale Person als Moderator einzusetzen. Noch schwieriger ist es, wenn eine bestimmte Lösung erwartet wird. Zum Beispiel, wenn übergeordnete Ziele erreicht werden müssen. Dann sind Sie die Flasche Person für eine Konfliktmoderation. Doch gleichzeitig sind Sie als Führungskraft angehalten, um klassische Führungsinstrumente wie Anweisung oder Leistungsvereinbarungen einzusetzen.

Konflikt sind manchmal nur einseitig

Wenn man Personen auf Konflikte anspricht, kommen mit unter lapidare Antworten. Etwa: „Hier ein Konflikt – Wie kommen Sie darauf?“. Oder: „Kann schon sein das Herr/Frau … sich so fühlt, doch ich habe kein Konflikt!“. Sie sollten klären: Ist den Beteiligten der Konflikt bewusst? Selbst wenn nur eine Person einen Konflikt spürt, ist er vorhanden!

  • Erkunden Sie den Konfliktverlauf – verzichten Sie auf jegliche Wertung!
  • Erfragen Sie Zusammenhänge / Auswirkungen.
  • Wer ist direkt bzw. indirekt beteiligt?

Ralf Hasford
Berlin im Februar 2017

… Kontakt / Anfragen zur Moderation von 

… Individuelle Terminvereinbarung: +49 151 1150 9766

… zu meinem Buch „Bestehen in einer digitalen Welt“

Hasford in Verbänden und Vereinen organisiert.