Business-Strategie zu: Power-to-X und nachhaltigem Energiemanagement

Warum Power-to-X?

Die Nutzung von Ökostrom*-Überschüsse zum Betrieb von Wärmepumpenheizungen hat von allen Power-to-X-Konzepten und noch vor der Nutzung zum Betrieb von Elektrofahrzeugen und der direkten Stromspeicherung den größten Umweltnutzen in Bezug auf Treibhausgasreduktion und Einsparung fossiler Energieträger.

André Sternberg, André Bardow, Power-to-What? – Environmental assessment of energy storage systems. In: Energy and Environmental Science 8, (2015), 389 – 400, S. 398f, doi:10.1039/c4ee03051f.

Überblick schaffen, Risiken erkennen, Mehrwert generieren!

Der Berliner Moderator Ralf Hasford bietet Ihnen mit seinem Workshop die Chance, Ihre aktuellen Herausforderungen im Energiemanagement zu erörtern und die Strategien eines nachhaltigen und effizienten Energiemanagement zu erarbeiten.

  • Langfristiges Monitoring Energieeinsatz und Energieverbrauch
  • Primärer und sekundärer Energieverbrauch
  • (Einsatz / Ersatz) Fossile Energieträger, Elektroenergie, Druckluft, Wärme / Abwärme
  • Einsatz erneuerbare Energien (z.B. Power-To-X, Solarenergie, u.a.)
  • Energieleistungskennzahlen definieren und auswerten: z.B. Einsatz wobe-EnergieMonitor®
weitere Infos auch unter https://www.cleaner-production.de/index.php/de/

Power-to-X bezeichnet unterschiedliche Technologien zur Speicherung bzw. anderweitigen Nutzung von Stromüberschüssen in Zeiten eines Überangebotes. Dabei können unterschiedliche variabler erneuerbarer Energien wie SolarenergieWindenergie und Wasserkraft eingesetzt werden. Andere Begriffe dafür: P2X bzw. P2Y // P = über dem Bedarf liegenden temporären Überschüsse // X bzw. Y = Energieform oder Verwendungszweck, in den die elektrische Energie gewandelt wird. 

Power-to-X-Technologien lassen sich nach Energieformen und Verwendungszweck unterteilen

  • Power-to-Gas (PtG) = Wasserelektrolyse / Methanisierung zur Erzeugung eines Brenngases | Wichtigste Form für Speicherzwecke und Transport in bestehender Gas-Infrastruktur
  • Power-to-Heat (PtH) = Ersatz fossiler Brennstoffe
  • Power-to-Liquid (PtL) = technische Prozesse zur Herstellung flüssiger Kraftstoffe / Erzeugung von Synthesegas
  •  Power-to-Fuel = Energie für den Einsatz im Verkehrswesen (Treibstoff für Schiffe und Flugzeuge) / als chemischer Rohstoff (Power-to-Chemicals) / zur späteren Rückverstromung in Gaskraftwerken

Ausführlich bei Wikipedia … https://de.wikipedia.org/wiki/Power-to-X / https://de.wikipedia.org/wiki/Power-to-Gas

Quelle der folgenden Beiträge https://www.konstruktionspraxis.vogel.de

Power-to-Liquid

CO2-neutraler Kraftstoff aus Luft und Ökostrom

Forscher des KIT haben gemeinsam mit Partnern eine kompakte Anlage entwickelt, die aus Ökostrom und CO2 Kraftstoff herstellen kann. Das Verfahren findet Platz in einem Container und ist dezentral einsetzbar.

Dezentral einsetzbar, wo Ökostrom vorhanden ist

Besonders großes Potenzial bietet das Verfahren hinsichtlich seines modularen Charakters. Die Schwelle für eine Realisierung ist durch das geringe Skalierungsrisiko deutlich niedriger als bei einer zentralen, chemischen Großanlage. Das Verfahren kann dezentral installiert werden und ist somit dort einsetzbar, wo Solar-, Wind- oder Wasserkraft zur Verfügung stehen. Weiterlesen …

Text von: Katharina Juschkat

Kraftstoff

Power-to-X: Umweltfreundlicher Kraftstoff aus Abwasser und erneuerbaren Energien

Das Unternehmen Graforce stellt ein neuartiges Verfahren vor, bei dem durch Plasmalyse umweltfreundlicher Kraftstoff aus Abwasser und erneuerbaren Energien erzeugt wird. Dadurch sollen die Emissionen von Fahrzeugen und Anlagen um bis zu 60 Prozent reduziert werden.

Power-to-X: Kraftstofferzeugung klimaneutral möglich

… dabei wird Schmutzwasser, das beispielsweise bei Produktionsprozessen in Biogas-, Klär- oder Industrieanlagen anfällt, mit Hilfe von elektrischem Strom in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten – ähnlich der Elektrolyse. Anschließend wird der so gewonnene Wasserstoff mit Biogas gemischt, und es entsteht E-Gas, das als Kraftstoff in Erdgasfahrzeugen sowie als Brennstoff in Blockheiz- und Gaskraftwerken eingesetzt werden kann. Da für das Verfahren regenerativer Strom genutzt wird, ist die Wasserstoff-Herstellung laut Unternehmen klimaneutral und schadstofffrei, ebenso wie die anschließende Verwendung des Wasserstoffs. So soll das Verfahren die Schadstoffemissionen der Fahrzeuge (CO2, CO, HC) um 30 bis 60 Prozent reduzieren. Der Stickoxid-Ausstoß soll ebenfalls um bis zu 60 Prozent sinken.
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Text von Lilli Bähr

Synthetischer Kraftstoff

Power-to-X: Forscher stellen Treibstoff aus Sonnenlicht und Luft her

Forscher des ETH Zürich ist es gelungen, aus konzentriertem Sonnenlicht und Luft einen flüssigen Kraftstoff herzustellen. Der synthetische Treibstoff ist für die bestehenden Transportinfrastrukturen nutzbar.

Power-to-X: So funktioniert die Technologie

Die Prozesskette der neuen Anlage integriert drei thermochemische Umwandlungsprozesse: Erstens die Abscheidung von CO2 und Wasser aus der Luft, zweitens die solar-thermochemische Spaltung von CO2 und Wasser und drittens die anschließende Verflüssigung in Kohlenwasserstoffe. Durch einen Adsorption-Desorption-Prozess werden CO2 und Wasser direkt aus der Umgebungsluft entnommen. Beides wird dem Solarreaktor im Fokus eines Parabolspiegels zugeführt. 
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Text von: Katharina Juschkat

*Ökostrom = erneuerbare Energiequellen, wie Bioenergie (Biomasse), Geothermie, Wasserkraft, Meeresenergie, Sonnenenergie und Windenergie. Die bei weitem wichtigste Energiequelle ist die Sonne. In Abgrenzung gegen fossile Energiequellen, die endlich sind oder über den Zeitraum von Millionen Jahren regenerieren. Ökostrom ist neben der höheren Energieeffizienz, die wichtigste Säule einer nachhaltigen Energiepolitik und der Energiewende